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Atlas, Rote Listen und Bewirtschaftungskonzepte - unabdingbare Voraussetzung für die Bewirtschaftung und den Schutz von aquatischen Ressourcen

Konzept, Realisierung und Verfassen des Verbreitungsatlasses von Fischen und Rundmäulern der Schweiz

Einleitung

Atlas poissons et cyclostomes 2003

Mit 20'000 bekannten Taxa stellen die Fische die artenreichste Gruppe der Wirbeltiere dar. Obwohl weniger als ein Tausendstel des Wassers unseres Planten aus Süsswasser besteht, wird dieser Lebensraum von mehr als einem Drittel aller Fischtaxa besiedelt.

Die Menschheit ist sich erst seit kurzem bewusst, dass die Biosphäre unter einer irreversiblen Verarmung leidet. Sie reagiert mit Schutz- und Wiederherstellungsmassnahmen auf diese negativen, durch den Menschen hervorgerufenen Veränderungen. Leider kommt man damit nur langsam voran, da die Kenntnisse über die Biologie, die Gefährdung von Fischarten und deren Ursachen sehr gering sind. Deshalb stellen wissenschaftlich untermauerte Informationen über die verschiedenen Arten eine unabdingbare Priorität dar, damit Fauna und Flora unserer Erde gezielt geschützt werden können.

 

 

Inhalt

Trame d'échantillonnage

Für jeden Taxon (=Gattung, Art oder Unterart) wurde anhand der eingeholten Daten eine Karte sowie eine Tabelle mit verschiedenen Informationen erstellt. Texte mit allgemeinen Informationen über die Biologie und die Verbreitung in der Schweiz sowie eine Klassierung in Gefährdungsgrade in Abhängigkeit des Habitats, der Dichte, der Bestandesgrössen und -entwicklung wurden erarbeitet, begleitet von Massnahmenempfehlungen.

 

 

 

Resultate

Exemple de planche descriptive

Die aktuelle Datenbank, basierend auf verschiedenen, komplementären Erhebungsmethoden, führte zu einer relativ kompletten Übersicht der schweizerischen Fischfauna. Die Autoren hoffen, dass die Datenbank der Fische und Rundmäuler der Schweiz, sowie die daraus hervorgehenden Arbeiten nachhaltig zum Schutz, zur Nutzung und zur Bewirtschaftung der Fischbestände dieses Landes beitragen können, wie dies auch im Bundesgesetz über die Fischerei gefordert wird.

 

 

Welche Fischarten kommen in der Schweiz vor?

Die schweizerische Fisch- und Rundmäulerfauna weist gegenwärtig 60 Taxa auf, von denen 45 einheimisch und 15 Neozoen sind. Im Laufe der letzten Jahrzehnte sind 8 Taxa ausgestorben. Dies betrifft hauptsächlich Langdistanzwanderer wie Lachs und Flussneunauge, deren Migration durch den Bau von Wehren verhindert wurde. Für zwei dieser Arten (Lachs und Meerforelle) werden heute Besatzkampagnen durchgeführt, wodurch manchmal einige Jungfische beobachtet werden können.

Sie können die Einleitung des Atlasses 2003 als pdf-Datei herunterladen, indem Sie auf folgenden Link klicken:

Einleitung des Atlasses 2003 der Fische und Rundmäuler der Schweiz (französisch)icône PDF

AQUARIUS ist auch Co-Autor der Roten Liste der Fische und Rundmäuler der Schweiz (Kirchhofer A., Zaugg B. et Pedroli J.-C.,1990, Rote Liste 2007 in Vorbereitung) sowie des ersten Verbreitungsatlasses der Fische und Rundmäuler der Schweiz (1990).

 

Atlas und Aktionsplan der Krebse der Schweiz

Krebse waren früher verbreitet, gingen dann stark zurück und können heute wieder relativ oft beobachtet werden; ihre Bestände scheinen sich gar auszudehnen. Aber Vorsicht: Bei den heute weit verbreiteten Arten handelt es sich hauptsächlich um resistente und opportunistische fremde Arten. Ursprünglich zu kulinarischen Zwecken eingeführt, kontaminieren und konkurrenzieren sie heute die einheimischen Krebse, die immer seltener werden. Dieser Rückgang wird durch Lebensraumverschlechterungen aufgrund verschiedener Einwirkungen des Menschen noch verstärkt.

In Zusammenarbeit mit dem Krebsspezialisten Pascal Stucki hat AQUARIUS 2005 einen Atlas der Krebse der Schweiz und 2006 einen nationalen Aktionsplan für Krebse erarbeitet. Der Inhalt dieser Publikationen ist nachfolgend aufgeführt.

 

Atlas der Krebse der Schweiz

Atlas écrevisses 2005

Die grössten wirbellosen Tiere der Schweiz besiedeln unsere Seen und Fliessgewässer – sie sind diskret, unter Ästen versteckt oder in Höhlen eingegraben, nachtaktiv – es handelt sich um Flusskrebse. Einst ziemlich weit verbreitet, dann selten geworden und heute wieder oft zu beobachten, scheinen sich die Bestände dieser Tiere auszudehnen. Man darf sich aber nicht täuschen lassen: Die heute weit verbreiteten Arten sind hauptsächlich resistente und opportunistische Eindringlinge, welche ursprünglich aus kulinarischen Gründen eingeführt worden sind und heute die seltener werdenden einheimischen Arten konkurrenzieren und kontaminieren. Dieser Rückgang wird durch die Verschlechterung der Lebensräume beschleunigt, da dadurch den sehr empfindlichen Flusskrebsen die Habitate entzogen werden.

Der vorliegende Atlas hat insbesondere zum Ziel, den aktuellen Status der Krebsfauna der Schweiz darzustellen sowie die Biologie der vorkommenden Arten, deren Verbreitung, Abundanz und Entwicklung zu beschreiben. Es handelt sich gleichzeitig um ein praxisnahes Werk mit klaren und scharf umrissenen Hilfsmitteln. Man findet darin Zeichnungen, Photos und einen Bestimmungsschlüssel, um die verschiedenen Arten identifizieren zu können. Vor allem wurde aber auch eine Analyse der verschiedenen Gefährdungsfaktoren der einheimischen Arten vorgenommen. Diese hat zu konkreten Massnahmenvorschlägen geführt, um kurz-, mittel- und langfristig unsere Flusskrebse schützen und erhalten zu können.

 

Nationaler Aktionsplan Flusskrebse

Der vorliegende Aktionsplan richtet sich an die Kantone. Er enthält verschiedene Empfehlungen im Hinblick auf den Schutz der einheimischen Krebsarten und im Hinblick auf die Kontrolle unerwünschter fremder Krebsarten. Das Konzept unterschiedet zwischen zwei Massnahmenkategorien:

Der Aktionsplan kann[hier] im Format PDF (1'396 Ko) heruntergeladen werden.

Sie könnten die Verbreitungsatlasse per Internet beim Schweizer Zentrum für die Kartographie der Fauna (SZKF)
oder bei folgender Adresse bestellen:
SZKF, Max-Meuron 6, CH- 2000 Neuchâtel, Suisse
fax +41 (0)32 725 70 10 - tel +41 (0)32 725 72 57

 

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